Wir erobern Villarrica

Gestern Abend sind wir in Villarrica bei einer freundlichen alten Dame und ihrem netten Enkel angekommen und gleich in die Innenstadt gestartet. Der Vulkan, der wie die Stadt und der benachbarte See heißt, ist erst im März 2015 ausgebrochen. Seit dieser Zeit zeigt sich stets eine kleine Schwefelrauchwolke über ihm. So auch auf unserem Spaziergang in die Stadt. Es ist ein toller Anblick mit See im Vordergrund, dem Vulkan dahinter mit einem schönen Schneekranz um seine Kuppe. Schon am Abend war uns klar, dass wir diesen Vulkan besuchen wollen.

Am Morgen gehen wir den Plan an und fahren in die Stadt Pucón am anderen Ende des Lago Villarrica. Die Stadt hat sich gut auf die Touristen eingestellt und so kommen wir an niedlichen Läden, schönen Plätzen und großen Hotels vorbei. Vor dem Grand Hotel stellen wir unser Auto ab. Es ist 10:00 Uhr und die Stadt noch leer. Wir können gemütlich zum schönsten schwarzen Strand des Ortes laufen. Die Vermieter von Strandliegen, Sonnenschirmen und Booten warten auf die ersten Gäste. So mieten wir in Ruhe ein Tretboot und schippern hinaus auf den See. Von hier aus haben wir den romantischsten Blick auf das Geschehen, fast allein.

Im Anschluss geht es auf den Berg. Das erste Stück ds Weges können wir mit dem Auto fahren. Auf dem Weg zum Gipfel des Vulkans wechselt nicht nur die Straße ihr Bild, auch die Umgebung zeigt erst dichte Baumbestände, dann Sträucher und Büsche und am Ende des Weges eine karge Vulkanlandschaft. Von hier aus sind es noch 1000 Höhenmeter bis zum Gipfel, den täglich bis zu 200 Wanderer erklimmen. Das geht jedoch nur mit einem erfahrenen Bergsteiger und der entsprechenden Ausrüstung. Wir entscheiden uns für einen Wanderweg am Fuß des Vulkans und klettern bis auf 1570 Meter Höhe.

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