Whale watching auf der Golden Gate Bridge

Bei herrlichem Sonnenschein machen wir uns heute auf in die Stadt. Wir wollen zur Golden Gate Bridge. Mit dem Bus fahren wir zum Presido. Bis 1994 war das Gelände einer der wichtigsten Militärstützpunkte an der Westküste. Da wir im falschen Bus sitzen bzw. den Ausstieg verpassen, kommen wir wieder zum Palace of Fine Arts zurück, statt über die Brücke zu fahren. Wir steigen aus und genießen den antik anmutenden Bau, der zur Weltausstellung 1915 errichtet wurde. Von dort kommen wir an den Strand und spazieren mit Blick auf die Brücke zwischen Radfahrern, Joggern und Picknickern hindurch. Am Ende des Weges kommen wir zum Fort Point, eine von den Spaniern erbaute Befestigungsanlage, die langsam unter dem Südende der Golden Gate Bridge zerfällt. Wir steigen den Hügel hinauf, um über die Brücke zu laufen. Die riesige Konstruktion in „international orange“ ist beeindruckend. Wir haben richtiges Glück, kein Wölkchen oder noch so kleine Nebelschwaden trüben unseren Blick. Wie wir so über das Golden Gate blicken, die Meerenge zur Bucht von San Francisco, taucht im Wasser ein riesiger dunkler Schatten auf. Er durchstößt die Wasseroberfläche und eine Fontaine sprudelt hinaus. Ein echter Wal! Wir sind begeistert. Seit Monaten hoffen wir, einen der Meeresriesen zu erblicken. Bisher immer vergebens. Und hier, wo wir gar nicht mehr damit gerechnet haben, tauchen immer mehr Wale auf. Zu blöd, dass wir das Teleobjektiv heute im Hotel gelassen haben. Nichtsdestotrotz freuen wir uns und bestaunen die Meeressäuger. Sie lassen sich vom Trubel in der Bucht, den vielen Segelbooten und dicken Kreuzern gar nicht stören. Wir gehen weiter auf die Brücke. Ich freue mich, dass es hier auch riesige Fische zu geben scheint. Christian weisst mich darauf hin, dass es eine Gruppe Delfine ist, die sich direkt unter uns tummelt. Wahnsinn! Obwohl wir mittlerweile einen ausgewachsenen Sonnenbrand haben, können wir uns gar nicht trennen.

Nach uns nach werden es immer mehr Leute auf der Brücke und wir treten doch den Rückzug an. Mit dem Bus geht es wieder Richtung Innenstadt bis zur Lombard Street. Die Straße ist bekannt für ihre Serpentinenform und die hübschen Gärten und Häuschen, die in einem Gefälle von 27 Grad am Hügel kleben.

Wir machen Pause in Little Italy am Washington Square Park und genießen bei Cappuccino und Pizza die Sommerstimmung. Nebenan ragen die Türme von der Saint Peter and Paul Church in den blauen Himmel. Immer wieder fallen markante Bauwerke ins Auge, wie der Coit Tower, der 1934 zu Ehren der Freiwilligen Feuerwehr erbaut wurde, oder der pyramidenförmige, 260 Meter hohe Wolkenkratzer Transamerican Pyram

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