Vulkanische Köstlichkeiten und bunt bemalte Ochsenkarren

Der Wecker klingelt heute wieder etwas früher. Wir wollen vor den anderen Touristen auf dem Vulkan Poás sein. Über kurvige Straßen erreichen wir den Nationalpark. Nach einem kurzen Spaziergang kommen wir auf eine Plattform, von der wir in den Krater sehen können. Der Kratersee hat eine ganz eigensinnige Farbe. Christian erinnert sie an das Wasser nach dem Tuschen in der Grundschule. Ich ordne sie zwischen Eierschale und Fensterkitt ein, aber irgendwie leuchtender. Da wir auf dem Vulkan nur zwanzig Minuten verweilen dürfen, spazieren wir anschließend durch die dichten Wälder und halten Ausschau nach den schönen Bromelien. Auf dem Weg vom Vulkan runter probieren wir die Vulkanerdbeeren. Sie sollen auf Grund des vulkanischen Bodens besonders lecker schmecken. Wir genießen den teuren Touristenspaß, können aber keine Geschmacksraffinessen, jenseits derer von saftig, roten Erdbeeren, feststellen. 😉

In einem Café lernen wir wieder etwas über den Kaffeeanbau und die Verarbeitung. In vierter Generation wird der Kaffee von den eigenen Feldern geerntet, anschließend 67 Tage getrocknet und seit kurzer Zeit in einer deutschen Kaffeeröstmaschine geröstet. Wir lassen es uns nicht nehmen, den frischen Kaffee gleich zu probieren. Der nette Kellner führt uns im Anschluss auch noch zum benachbarten Wasserfall.

Unsere letzte Station für heute ist Sarchí. Die kleine Stadt gilt als Wiege des Kunsthandwerks in Costa Rica. Schon als wir in den Ort fahren, sehen wir, wie sich Souvenirläden mit Möbelgeschäften abwechseln. Bekannt geworden ist Sarchí durch seine bunt bemalten Ochsenkarren. In Zeiten des Kaffeebooms waren sie hier in der Gegend viel gesehen. Daraus entwickelte sich die Idee, die „Carreta“ bunt zu bemalen. Seit 1988 sind sie ein nationales Symbol Costa Ricas und 2005 erklärte sie die UNESCO zum Weltkulturerbe.

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