Von der Felserklimmung zum Bogenschießen, zu Besuch auf dem Coloradoplateau

Die Sonne brennt, das Thermometer klettert über die 40 Grad Marke. Ein  Einheimischer gibt uns den Tipp, bei dem Wetter auf den Sonnenstich zu verzichten, und statt wandern zu gehen, lieber ein paar Kilometer der State Route 128 zu folgen, und uns einen gut gekühlten, ersten Eindruck vom Colorado Canyon zu machen. Die River Street führt uns etwa 30 Milen bis zur Dewey Bridge am Colorado River, durch rote Sandsteinfelsen hindurch. Majestätisch ragen sie mal als einzelne Säulen, mal als Gruppe in den Himmel. Die Dewney Bridge galt lange Zeit als zweitlängste Brücke westlich des Mississippi. 2008 ist sie, kurz nach ihre Restaurierung, einem Brand zum Opfer gefallen. Auf dem Rückweg fahren wir zu den Fisher Towers. Wir klettern an ihren Füßen entlang und genießen die Einsamkeit.

Am Nachmittag ist der Arches Nationalpark unser Ziel. Er ist mit seinen 2.000 Felsbögen die größte Attraktion in der Region. Unzählige Touristen machen sich täglich auf, um unzählige Fotos von den Bögen, von sich und den Bögen, von sich unter den Bögen oder sich auf den Bögen zu schießen. So hat „Bogenschießen“ hier eine ganz eigene Bedeutung.

Aus dem Tal geht’s über eine steile Straße hinauf auf das Plateau. Als erstes zieht die Park Avenue unsere Aufmerksamkeit auf sich. Steile Felsmauern ragen hoch in den Himmel. Wir folgen dem Weg Richtung Norden und kommen an ausgefallenen Felsformationen vorbei. Den restlichen Abend verbringen wir in der Windows Section. Wasser und Wind haben Fenster und einen Doppelbogen ins Felsmassiv gearbeitet. Wir wandern durch die Kunstwerke der Natur und genießen den Sonnenuntergang. Für mehr reicht die Zeit heute leider nicht mehr. Vielleicht kommen wir in den nächsten Tagen nochmal zurück.

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