Unsere erste Tangostunde

Seit Wochen fiebern wir unserer ersten Tangostunde entgegen, nun ist es soweit. Unsere beiden Mitbewohner Maria José (aus Chile) und Thiago (aus Brasilien) bringen uns den Tango Argentino (Milonga) bei. Der gewählte Tag könnte nicht besser sein, draußen sind schwüle 30 Grad, in den Tanzräumen gefühlte 35 Grad und ich habe Bauchschmerzen. Trotzdem lassen wir uns die Chance nicht entgehen. Schließlich ist es eine Schnupperstunde von Tangoverrückten, in deren Gesprächen es um nichts anderes geht – sie werden es uns schon zeigen. Das Wichtigste beim Tango ist das Spüren der Musik und der Inhalt der Texte. Da wir kein Spanisch sprechen, fällt das mit dem Verstehen schon mal flach. Doch uns bleibt die Musik und wir lassen uns auf die Schwere des Tangos ein. Die zwei zeigen uns die Grundschritte, wie der Herr führt und die Dame sich führen lässt. Gar nicht so einfach. Aber unsere Lehrer sind zufrieden und loben besonders meinen leidenden Gesichtsausdruck. Ich wollte nicht sagen, dass es an den Bauchschmerzen liegt. Zum Schluss zeigen sie uns noch ihre Tanzkünste (hier ein Ausschnitt).

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