Über Talca zurück in die Berge

Gestern Abend haben wir nach langer Suche unsere neue Unterkunft gefunden. Auch unsere Gastgeberin war darüber sehr erfreut. Wir glauben, sie hatte sich ein wenig gesorgt. Da Rosita nur spanisch spricht, fällt es uns manchmal nicht ganz leicht etwas zu verstehen. Aber Rosita macht das wenig aus, stellt uns ihre Familie vor und unterhält uns die gesamte Zeit. Am nächsten Morgen bereitet sie uns ein köstliches Frühstück mit unserer geliebten Avocado zu und gibt uns viele Tipps für Ausflüge, die leider alle zu weit weg sind.

Also befragen wir unseren Reiseführer und nehmen uns einer besonderen Empfehlung an. Sechzig Kilometer entfernt von unserem jetzigen Standort soll es einen tollen, privaten Wanderweg geben. Am Ziel angekommen werden wir freundlich erwartet und für fünf Euro starten wir mit einer schon oft benutzten Wanderkarte unsere Tour durch den Wald. Laut Reiseführer soll die Route für die gesamte Familie geeignet sein. Am Anfang wandern wir auch sehr gelassen, jedoch nach schon 500 Metern kommen wir an Stellen, die nicht so leicht zu bezwingen sind. Dies setzt sich auf der gesamten Route fort. Dafür werden wir mit wunderschönem Wald, weiten Aussichten und kühlen Bergflüssen belohnt. Ich lasse es mir nicht nehmen und bade auch im Fluss, der wirklich sehr kalt ist. So erfrischt geht es dann auch weiter, an noch steileren Hängen entlang, mit noch höheren Steigungen und komplizierteren Wegen. An der Spitze unserer Wanderung werden wir dann wieder mit einer hervorragenden Sicht auf das Flusstal belohnt.

Auf dem Rückweg werfen wir einen Blick auf die Hinweisschilder und müssen feststellen, dass für einige Passagen eine gute Wanderausrüstung empfohlen wird. Wir haben es mal wieder in Straßenschuhen und Sandalen geschafft. Dementsprechend kommen wir mit müden Füßen zurück in unsere Unterkunft und freuen uns auf das Bett.

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