Trinidad: Kopfsteinpflaster, Mojitos und von viele Touristen

Schon von unserem Radfahrerpärchen wurde uns Trinidad sehr ans Herz gelegt. Am frühen Morgen brechen wir auf, um uns diese alte Stadt anzuschauen. Die Strecke nach Trinidad ist schön. Mit offenem Fenster fahren wir die Küste entlang und erkennen wiedermal, wie schön Kuba doch ist. In Trinidad angekommen, haben wir von den offenen Fenstern steife Hälse. Doch der Gedanke daran verfliegt schnell beim Anblick der Stadt. Wir poltern mit dem Taxi durch enge, Kopfstein gepflasterte Straßen. Die Innenstadt ist für Autos weitestgehend gesperrt. Unsere Casa befindet sich direkt im Zentrum der Altstadt und uns begegnen gefühlt Hunderte von Touristen mit Fotoapparaten.

Unsere neue Unterkunft konnten wir leider nur für eine Nacht buchen. Die Casa ist sehr niedlich. Neben einer offenen Küche und Wohnzimmer hat sie einen kleinen Hof mit Baum, einem Papageien und Schaukelstühlen. Nach dem wir unsere Sachen verstaut haben, brechen wir auf, die Stadt zu erkunden. Schon nach ein paar Metern überkommt uns die Lust, dem Gewusel der vielen Menschen zu entfliehen.  In einer Bar stärken wir uns mit einem Mojito. Da wir vorher nicht nach dem Preis gefragt haben, wird ein ordentlicher Touristenaufschlag fällig. Wir gehen vorbei an vielen Restaurants und Geschäften mit (Kunst)Handwerk. Typisch für Trinidad sind die bestickten Tischdecken. Der zentrale Platz ist sehr schön. Die alte Stadtverwaltung, eine Kirche und ein Museum reihen sich mit vielen Geschäften darum. Wir spazieren zum „Museo Nacional de Lucha contra Bandidos“. Das Museum dokumentiert den Aufstand in Kuba und am Ende verschaffen wir uns vom Turm einen Überblick über die Stadt.

Zurück in unserer Casa erwartet uns ein leckeres Abendessen. Gut gestärkt, zieht es uns nochmal zur berühmten Casa de la Musica. Dort wird allabendlich Musik gespielt und die Treppen bieten viel Platz, den Klängen zu lauschen. Ein alter Kubaner erzählt mir von seiner langen Armeezeit in Russland und Afrika. Jetzt im hohen Alter muss er für sich und seine Tochter etwas Geld dazuverdienen. Mit Musik – wie auch an diesem Abend.

Schreibe einen Kommentar