Sonntagstour

Von unserem Hostel in Harrismith fahren wir in den Golden Gate Highlands National Park, an der nördlichen Grenze zu Lesotho. Bevor wir uns in die Natur begeben, biegen wir nach Phuthaditjhaba ab. Unser Kühlschrank ist leer und die Stadt wirkt aus der Ferne groß genug, einen unserer liebgewonnenen Spar Markets zu beheimaten. Als wir näher kommen, sind wir ein wenig über den heruntergekommenen Zustand des Ortes aber auch über die enorme Größe und die vielen Leute auf der Straße erstaunt. Ein Spar ist trotzdem schnell gefunden. Er ist riesig. Aber wo ist der Käse? Generell hat er ein ganz anderes Angebot als all die anderen Supermärkte, in denen wir bisher waren. Vor allem Hähnchen gibt es in allen Varianten. Die Leute schauen uns ein wenig verwundert und neugierig an. Gut, wir sind hier die einzigen Weißen aber das sollte uns inmitten Südafrikas nicht weiter wundern. Später stellte sich heraus, dass wir uns in einen der größten Townships Südafrikas verirrt hatten. Ohne Käse aber mit Chicken-Wiener geht es in die Berge. Nur wenige Kilometer weiter erstreckt sich ein tolles Bergpanorama. Im Grasland fällt uns ein schwarzer Vogel mit langen Schwanzfernern auf. Er sieht toll aus aber das Fliegen im Wind scheint eine echte Herausforderung für ihn zu sein. Wir genießen derweil den Ausblick und die Ruhe. Von den Bergkämmen können wir in der Ferne Zebras sehen. Auch Black Wildebeest und verschiedene Antilopenarten sind auf den weiten Hängen zu beobachten. Dunkle Wolken ziehen auf. Als die ersten Tropfen fallen, eilen wir ins Auto und fahren weiter (hier das Video vom Regen). Der Schauer dauert nur kurz an und wir kommen zu einem der schönsten Picknick-Plätze, die wir bisher gesehen haben. Das satte Grün erinnert an einen Regenwald.

Ein paar Kilometer westlich vom Park liegt Clarens, ein verträumtes Städtchen, indem viele Künstler abgestiegen sind. Dort gefällt es uns so gut, dass wir den Abend hier verbringen. Der Rückweg führt uns wieder durch die Golden Gate Highlands. In der Dunkelheit sehen die hohen Bergwände am Rande der Straße gespenstisch aus. Auch die Tiere erwarten so spät keine Passanten mehr und lassen sich aus der Nähe beobachten.

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