Santiago de Chile

Heute geht’s früh raus, denn wir müssen mal wieder zur Botschaft. Im Anschluss an Chile wollen wir Kuba besuchen und ohne Visum gibt es dort keinen Einlass. Vor zwei Monaten haben wir es schon mal in Buenos Aires versucht. Ohne Hin- und Rückflugticket haben wir schon im Hof der Botschaft in der Warteschlange aufgegeben. In den Tagen vor dem Abflug nach Santiago haben wir es nochmal bei der Airline probiert, leider auch ohne Erfolg. Also starten wir Versuch Nummer drei. Laut Website macht die Botschaft um halb zehn morgens auf. Als wir kurz vor zehn da sind, sind schon alle (20) Visaplätze für den Tag vergeben. Meine Anspannung steigt. Kuba ist nicht irgendeins von vielen Reisezielen auf unserer Route. Wir wollen zwei Freunde dort treffen und freuen uns schon seit Wochen auf das Wiedersehen. Knatschig ziehen wir von dannen. Zurück in unserem Zimmerchen, weißt uns unsere Vermieterin darauf hin, dass wir die Küche nicht nutzen dürfen. Generell wirkt sie sehr gestresst und wiederholt bei jeder sich bietenden Gelegenheit, wie hart sie arbeitet und wie gestresst sie ist. Wir haben den Eindruck, zu stören und fühlen uns unwohl hier. Dank der Botschaft brauchen wir aber noch einen weiteren Tag in Santiago also muss für den nächsten Tag noch eine neue Bleibe her.

Nachmittags machen wir uns auf, die touristischen Highlights der Stadt zu erkunden. Durch Fußgängerzonen geht es an Kirchen und prachtvollen Bauten vorbei. Das Gewimmel wird uns schnell über, also peilen wir den Hausberg Santiagos an, den Cerro San Cristóbal, auf dem eine 22 Meter große Marienstatue über der Stadt wacht. Wir entscheiden uns für den Fußweg und genießen den Blick auf die untergehende Sonne über den Häusern.

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