Pura Natura

Unser Besuch in Tortuguero endet schon wieder. Früh machen wir uns auf den Weg, um mit dem Boot zurück zum Festland zu fahren. Unser Gepäck voran, springen wir in das Schiff und legen gegen halb neun ab. Besetzt bis auf den letzten Platz, machen wir es dem Kapitän nicht leicht, die vielen Sandbänke im flachen Wasserstand zu passieren. Kurz nachdem wir abgelegt haben, sehen wir die ersten Eidechsen in der Uferböschung verschwinden. Die Fahrt von und nach Tortuguero sind ein ganz spezielles Naturerlebnis. Während wir Pflanzen und Tiere aus dem Boot beobachten, hat unser Bootsführer beide Hände voll zu tun, uns voran zu bringen. Nachdem er die ersten Hürden problemlos genommen hat, stecken wir dann aber doch so tief im Sand, dass der heulende Motor uns nicht mehr freigebuddelt bekommt. Auch die Unterstützung des Kopiloten reicht nicht aus, um das Boot wieder zum Schwimmen zu bringen. Also alle Männer raus, anschieben! Der Stimmung tut der morgendliche Körpereinsatz keinen Abbruch. So befreien wir uns noch zwei weitere Male mit vereinten Kräften aus dem Schlick.  Wenige Meter nach dem ersten Schlammbad sehen wir einen stattlichen Kaiman im seichten Wasser liegen. Er genießt die ersten Sonnenstrahlen.

Nach etwa drei Stunden erreichen wir La Pavona und setzen unseren Weg mit dem Auto fort. Vom hohen Norden geht es als nächstes in den Süden der Karibikküste, nach Talamanca. Wenige Kilometer hinter dem Surf-Hotspot Puerto Viejo biegen wir auf eine unwegsame Schotterstraße. Immerhin ist sich unser Navi sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Straße wird immer unwegsamer und der Wald um uns herum immer dichter. Drei Kilometern später, stehen wir vor einem Gehöft, der One World Farm. Das war unser Ziel.

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