Noch mehr Meer

Der heutige Vormittag ist dem Essen gewidmet. Den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück zu beginnen, hat sich bisher immer als dankbarer Start erwiesen. Was wir allerdings nicht wussten, Gonzalo hat ein typisch chilenisches Mittagessen für uns gekocht: Porotos con rienda, ein mächtiger Bohneneintopf mit Spaghetti und Chorizowürstchen. Genudelt brechen wir also auf nach Valparaíso. Gonzalo ist wieder mit von der Partie und als Reiseführer kaum zu bremsen. Als erstes lotst er uns an den Strand von Renaca, einem typischen Badeort. In Valparaíso startet unsere Tour auf dem Aussichtshügel Paseo 21 de Mayo. Von hier aus können wir über den großen Hafen schauen und die vielen kleinen Häuschen an den Hängen der Hügelkette sehen. In einem bunten Kaffee verschnaufen wir kurz und verewigen uns an der Wand. Weiter geht es durch die engen Straßen zum Hafen. Auf einem wenig vertrauenserweckendem Boot, das abenteuerlich voll beladen ist, machen wir eine Hafenrundfahrt. Trotz aller Sicherheitsbedenken und obwohl ich schnell mal seekrank werde, ist die Tour witzig. Zum Abschluss suchen wir in den Hügeln das Haus des Dichters Pablo Neruda. Mittlerweile ist es dunkel geworden. Die vielen Lichter der Hafenstadt spiegeln sich im Meer und legen ein Lichternetz über die Berge. Mit viel Engagement können wir Gonzalo überzeugen, die folgenden vier Punkte auf seiner Reiseführeragenda fallen zu lassen. Wir hatten einen tollen Tag und freuen uns aufs Bett.

 

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