Neujahrsausflug nach Colonia del Sacramento

Nur wenige Stunden nach der Silvesterparty machten wir uns auf, um unsere Fähre nach Uruguay, genauer gesagt, nach Colonia del Sacramento zu bekommen. Am Neujahrsmorgen war es in Buenos Aires ungewöhnlich ruhig. Etwas zu ruhig. Busse und Bahnen fuhren nämlich nicht. Also brachte uns ein Taxi zum Fährterminal. Nach der Abfertigung wie in einem Flughafen mit Passkontrolle und Gepäckcheck betraten wir das Schiff. Die wolkenverhangene Skyline verspricht kein optimales Ausflugswetter und während der dreistündigen Überfahrt zieht der erste Wolkenbruch über uns hinweg.

Mittags erreichen wir Colonia del Sacramento und spazieren in die historische Altstadt. Noch vor dem Stadttor finden wir ein süßes Café, in dem wir unseren Schlafmangel mit etwas Koffein ausgleichen. Den nächsten Wolkenbruch abwartend, machten wir uns dann auf in die Altstadt. Hier entdecken wir ein kleines Paradies: wie ruhig und grün alles ist. Das historische Kopfsteinpflaster ist gesäumt von hübschen Häusern und tolle alte Autos rollen langsam durch die Stadt. Viele Restaurants und Cafés lassen die Besucher verweilen. Nach den chaotischen Wochen in Buenos Aires ist dieser Ort eine wahre Wohltat.
Wir ziehen am Flussdelta entlang, erkunden anschließend kleine und große Gassen. Überall blühen Orleander und noch exotischere Gewächse. Mittlerweile haben sich die Wolken verzogen und es ist so warm, so dass wir wieder nach schattigen Plätzen Ausschau halten. Nach langer Zeit begegnen wir auch wieder einem Leuchtturm. Leider hat er geschlossen und wir können nicht raufsteigen. Trotzdem sind wir von Colonia begeistert. Der Besuch ist unser unangefochtenes Highlight bisher in Südamerika.

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