Mit frischem Wind durch New York


Unsere Reisebegleitung aus Berlin gibt uns Auftrieb. Mit neuer Kraft erkunden wir die Stadt, durchkreuzen Manhattan und machen einen Abstecher nach Williamsburg, Brooklyn. Bevor wir allerdings auf die anderen drei treffen, besuchen wir das 9/11 Memorial. Hier sind 2001 die zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers geflogen. Wir können uns nur schwer vorstellen, dass in diesem Gewimmel eine derartige Tragödie stattgefunden hat. Verstörend sind auch die vielen Touristen, die immer wieder von den Sicherheitskräften davon abgehalten werden müssen, auf der Jagd nach dem perfekten Selfi auf die Gedenkstätte zu klettern oder irgendwelchen anderen respektlosen Blödsinn zu machen. An dem Ort, an dem die beiden Türme gestanden haben, erinnern heute Brunnen im Grundriss der Türme an die Twin Towers.

Auf dem Weg zu unserem Treffpunkt kommen wir am Chrysler Building vorbei. Mit seinen 319 Metern Höhe ist er das fünfthöchste Gebäude Ney Yorks und eines der Wahrzeichen Manhattans. Die Fassade und das Dach, die von Wasserspeiern in Form riesiger Kühlerfiguren geziert werden, stechen aus den vielen Wolkenkratzern hervor. Der Art-Déko-Stil setzt sich in der Lobby des Gebäudes fort. Wir fühlen uns, als seien wir durch die Drehtür in eine andere Zeit katapultiert worden.

Mit Jan und den Kindern ziehen wir weiter durch die Stadt. Uns verschlägt es in den Süden der Insel nach Chinatown. Dort stärken wir uns in einem japanischen Restaurant um dann über die Williamsburg-Bridge nach Brooklyn zu wandern. Bei der Hitze kostet es nicht nur einige Anstrengung, sondern auch Überredungskunst, um die komplette „Reisegruppe“ von dem Unterfangen zu überzeugen. In Williamsburg angekommen, fahren wir mit der U-Bahn weiter, denn wir sind mit Denis, einer Freundin von Jan zum Kaffee verabredet. Die Bahnfahrt wird uns von zwei akrobatischen Streetdancern versüßt. Geflasht von den Großstadteindrücken kommen wir am Columbus Circle beim Kaffeekränzchen wieder runter.

Am frühen Abend schlendern wir durch den Central Park vorbei an Schwanenteich, Ballerinas und Kunsthändlern. Mittlerweile sind wir müde und freuen uns auf das kühle Abendbier auf der Treppe in Harlem.

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