Kubanisches Stadtgeschehen

Schon als wir Cienfuego erreichen, erscheint uns die Stadt besser in Schuss als Havanna.  Dieser Eindruck bestätigt sich bei unserem Stadtrundgang. Die Hausfassaden sind zu mindest in den Hauptstraßen frisch gestrichen und alles ist sehr aufgeräumt.

Ins Nachbarzimmer in unserer Casa ist mittlerweile ein Paar aus Hamburg eingezogen. Micha und Caro erzählen uns von ihren Reisen mit dem Rad. Auch Kuba erkunden sie so und da sie vor ein paar Jahren schon mal hier waren, bringen sie uns die Veränderungen der letzten Jahre näher. Kurz um, Kuba passt sich dem stark wachsenden Tourismus an. Das bedeutet, dass der Komfort für die Touristen steigt und die Originalität, die kubanische Ruhe und Gelassenheit, die viele Orte ausmacht, verloren gehen. Unter anderem kommen wir auch auf unsere Visaverlängerung zu sprechen. Die zwei geben uns den Tipp, es in der Provinz mal zu probieren, da es hier meist einfacher gehändelt wird als in Havanna.

Also machen wir uns auf zum Immigrationsbüro. Dort angekommen, werden wir ein paar Straßen weiter zur zuständigen Abteilung geschickt. Bevor wir dort unser Problem anbringen, müssen wir in der Bank Wertmarken für die Visaverlängerung kaufen. In der Immigrationsbehörde kommen wir mit Yune ins Gespräch, so vergehen die Stunden des Wartens im Flug. Die sympathische Lehrerin erzählt uns, dass sich mit der Öffnung des Landes die Einkommen verschieben. Sie als Lehrerin verdient etwa 20 Cuc im Monat, was etwa 20 Euro entspricht. Jeder Taxifahrer verdient ähnlich viel an einem Tag. Neben dem starken Abwandern der jungen Menschen ist das ein großes Problem zur Zeit in Kuba.

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