Karibik, Regenwald und viele Tiere

Unser nächstes Ziel ist die Karibikküste, genauer gesagt der „Platz, an dem die Schildkröten kommen“, Turtoguero. Der Ort mit etwa 700 Einwohnern liegt abseits der Straßen und ist nur mit Boot oder Flugzeug zu erreichen. Gegen 14 Uhr kamen wir gestern in Pavona an, wo wir unser Auto parkten. Mit Sack und Pack ging es um 16:00 Uhr auf ein Boot, dass uns zum Dorf bringt. Die Fahrt dauerte sehr lange, da die Flussarme zur Zeit wenig Wasser führen und die Bootsmänner immer mal wieder ins Wasser springen mussten, um uns von der Sandbank zu schieben. In der Dunkelheit stiegen wir dann vom Boot und wurden zu.m Glück abgeholt.

Für heute haben wir eine Kanutour gebucht. Wir werden im Nationalpark abgeholt, wo schon mehrere Touristen auf ihre großen oder kleinen Boote warten. Unser Guide kommt mit einem kleinen Kanu angefahren, auf dem wir und eine kalifornische Familie Platz finden. Langsam schwimmen wir über die großen Flussarme zu einer, durch Sedimente entstandene Insel. Wir hören, dass durch die Fauna und Flora durch die großen Motorboote teilweise geschädigt wurde und noch wird. Die Wasserlilien sind kaum noch auffindbar und die Seekühe haben nach Verlust ihres Nachwuchses das Gebiet verlassen.

Die ersten Tiere, die wir entdecken, sind Affen in den hohen Bäumen. Im Nationalpark leben Brüllaffen, die wir ständig hören, Geoffroy-Klammeraffen, welche wir jetzt sehen, sowie Weißschulterkapuziner, die wir später entdecken. Sie schwingen sich federleicht durch das Geäst, obwohl es sich anhört, als wollten sie die Bäume fällen. Als nächstes entdecken wir mehr zufällig in einer Baumkrone ein Faultier vor sich hindösen.

Weiter geht es auf der Suche nach einheimischen Vogelarten. Im Baum sitzt ein Grünreiher, der nach dem Tauchvorgang sein Gefieder pflegt. Da stört es ihn auch nicht, dass wir für ein paar Fotos näher kommen. Auch der Amerikanische Schlangenhalsvogel muss seine Federn in der Sonne trocknen.

Auf der Rückfahrt entdecken wir unter herunterhängenden Ästen zwei kleine Augen, es ist ein Krokodilkaiman, der auf Beute lauert. Nicht weit davon entfernt sitzt ein kleine grüne Eidechse. Sie sollte sich in Acht nehmen. Sehr lustig sehen die Kahnschnabelreiher aus. Sie sitzen ein wenig gleichgültig in den Ästen und schauen verträumt auf uns herab. Nach etwa drei Stunden fahren wir voller toller Eindrücke zurück. Am Abend sehen wir dann noch ein Opossum. Es wurde von den Hunden in den Baum gejagt.

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