Kanadisches Abenteuer

DSC06409Heute fahren wir in den nur wenige Kilometer entfernten Wells Gray Provicial Park. Wir wollen uns die drei großen Wasserfälle ansehen. Schon auf dem Weg dorthin entdecken wir wieder einen Bären, der auf einer Wiese Butterblumen mampft. Wenn man ihn so sitzen sieht, ist es wirklich schwer vorstellbar, wie gefährlich diese Pelzknäuel sind.

DSC06425Unser erstes Ziel ist der Spahat Fall. Er ist 61 Meter hoch und stürzt aus einem Loch in einer Felswand in die Tiefe. Als nächstes geht´s zum Dawson Fall. Dieser ist nicht all zu hoch, dafür aber etwa 90 Meter breit. Die tosenden Wassermassen sind schon aus der Ferne zu hören. Nachdem wir den Park ein bißchen erkundet haben, wollen wir am Ende die Helmcken Falls mit 135 Meter Höhe besuchen. Der Himmel zieht sich immer weiter zu und die ersten Regentropfen fallen, während der Wind auffrischt. Da der Weg nicht all zu weit ist, parken wir trotzdem. Doch als wir das Auto abschließen, sehen wir, wie die anderen Parkbesucher zu ihren Autos laufen, reinspringen und losfahren. Wir verstehen die Hektik nicht, aber entschließen uns, es ihnen gleich zu tun und auch abzufahren. Nach wenigen Kilometern wissen wir, warum alle aufbrechen, um den Park zu verlassen. Der erste Baum liegt quer über der Straße. Mit vereinten Kräften ziehen die Männer ihn runter. Erleichtert fahren wir weiter. Etwa fünf Kilometer später steht ein Wohnmobil mitten auf der Straße. Die Fahrerin berichtet uns von einem Baum, der die Durchfahrt versperrt. Da wir uns mittlerweile in fachkundiger Gesellschaft wissen, bleiben wir ganz gelassen. Doch diesmal ist der Baum zu groß, um ihn mit gebündelter Manneskraft von der Straße zu ziehen. Die Parkranger werden gerufen. Einer ist auch schnell zur Stelle und ebenso schnell wieder weg. Der ältere Herr, der schon das Team „Baum von der Straße zerren“ angeführt hat, beginnt mit der Axt, den Baum zu zerlegen. Nachdem der Anfang getan ist, löst ihn ein junger Holzfäller ab. Dann binden wir den Stamm mit einem Abschleppseil an seinen Truck und mit einem lauten Knacken zerbricht der dicke Stamm und wir können ihn mit dem Auto an die Seite ziehen. Noch immer wundern wir uns über die vielen Äste und Bäume, die auf und an der Straße liegen, da wir von dem Sturm nichts mitbekommen haben.

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