Friedhofsbesuch in Recoleta

Es ist vielleicht ungewöhnlich in Städten Friedhöfe zu besuchen, jedoch wurde uns von verschiedenen Seiten dazu geraten, den Friedhof in Recoleta zu besichtigen. Also machen wir uns auf und besichtigen zuvor den Plaza Intendente Torcuato de Alevar vor dem Friedhof. Wir finden den ersten wirklich schönen Kunsthandmarkt von Buenos Aires. Leider passt immer noch nicht mehr in unsere Koffer, so dass wir uns die schönen Arbeiten nur anschauen. Weiter geht es zum Centro Cultural Recoleta. Zwischen Starbucks und Hardrock Cafe finden sich schöne alte Gebäude mit kleinen Lädchen und weiteren kleine Cafes.

Bevor auf den Friedhof gehen, besuchen wir noch die Basílica de Nuestra Señora del Pilar. Die weiße Kirche gilt als der schönste Kolonialbau der Stadt, bei dem der Blick vom Kreuzgang auf den Friedhof in Recoleta ganz besonders sein soll. Im Kreuzgang selber befindet sich noch ein Museum mit alten Figuren, Gewändern, Bildern und Büchern aus der Kirche und der näheren Umgebung der Stadt. Teilweise erleben wir recht skurile und gruselige Exponate von Tod und Teufel. Der Blick aus den Fenstern auf den Friedhof hingegen ist wirklich schön. Jedoch haben wir so einen Friedhof nicht erwartet. Überall zwischen engen Gassen gewaltige Mausoleen.

Nach der Kirche machen wir eine kurze Pause auf dem Vorplatz und genießen die frischen Empanadas bei schöner Musik (Musikvideo). Auf dem Vorplatz befindet sich ein Kunstmarkt, auf dem auch viele kleine Musikgruppen spielen. Danach geht es auf den Friedhof. Eine große Tafel am Haupteingang zeigt die Lage der Berühmtheiten. Spontan kennen wir nur zwei: Eva Peron und Carlos Alvear. Wir gehen also langsam durch das Labyrinth der Gräberalleen und finden die unterschiedlichsten Grabbauten. Die meisten sind recht gut gepflegt, inklusive der in den Mausoleen befindlichen Särge. Ein wenig gruselig sind die „Nebenstraßen“ dann schon, wenn die ungepfelgten Gräber ihren Geruch preisgeben. Endlich finden wir und eine deutsche Reisegruppe das Grab von Eva Peron. Kurz hören wir der Reiseleitung zu, die von Eva Peron berichtet und von der Möglichkeit, selber eine Grabstädte hier im Wert von mindestens 300.000 Euro zu erhalten. Da die Sonne schon tief über den Gräbern steht, beschließen wir heimwärts zu gehen.

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