Endlich ein Asado

Langsam gewöhnen wir uns an die Stadt. Wir haben gemerkt, dass die Zeit hier einfach anders läuft. Wichtig ist scheinbar nur der Tango, alles andere kommt danach. So wollten wir mit unserem Gastgeber Germán zusammen ein Asado veranstalten. Das ist ein typischer Grillabend in Argentinien, der sich über die gesamte Nacht ziehen kann. Dreimal wurde der Termin schon verschoben, aber wir bleiben mittlerweile gelassen. Heute Abend sollte es klappen, so unser Gastgeber.

Also fahren wir erstmal in die Stadt und erholen uns von den hohen Temperaturen im Japanischen Garten. Argentinische Gelassenheit könnte man es nennen. Der Japanische Garten ist schön angelegt und lässt ein wenig Entspannung von der stressigen Stadt zu. Leider gibt es hier keinen Kaffee, so trinken wir eben einen leckeren, kühlen Smoothie, essen ein Eis und genießen auf den Parkbänken das bunte Treiben.

Zurück in unserer Unterkunft bekommen wir mit, dass Germán tatsächlich an der Vorbereitung des Asado ist. Alles natürlich in einer gewissen Gelassenheit, aber es wird. Wir trapieren unseren Kartoffelsalat und machen weitere Salate für den Grillabend. Langsam kommen die anderen Gäste, der Grill wird angefeuert und die riesigen Stücke Fleisch (Tira de Asado und Vacio von feinster Qualität) werden gesalzen und auf den Grill gelegt. Nach zwei Stunden und Bier, Rotwein und Fernet mit Cola später, erhalten wir unser erstes Stück Asado. Es schmeckt wunderbar zart, saftig und würzig. Wir schlagen uns die Bäuche voll und das Thema bei Tisch ist wiedermal der Tango.

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