Eine Lektion in Ökolandbau

Um halb acht sind wir heute mit Felicia zum Frühstück verabredet. Es gibt Frisches vom Biobauernhof, selbstgebackenes Brot und regionale Köstlichkeiten. Seit zwei Tagen wohnen wir auf der Finca Organica San Luis, nördlich von Grecia. Am ersten Morgen sind wir mit Blick auf einen Regenbogen erwacht. Der zweite Blick galt dem Skorpion, der durch unsere Küche lief.

So naturnah fühlen wir uns wohl und freuen uns, dass uns Felicia nach dem Frühstück die Farm zeigt. Schon ihr Vater hat, lange bevor es hip wurde, angefangen, Gemüse und Kaffee ökologisch anzubauen. Felicia verfolgt den Gedanken weiter und möchte vollkommen unabhängig all das produzieren, was sie und ihre Familie zum Leben brauchen. Unsere erste Station ist die Kaffeetrocknung hinter dem Haus. Dort treffen wir Dominik, einen deutschen Volunteer, der hier seit zwei Monaten arbeitet. Weiter geht’s zu den Kälbern und der eigenen Mikrobenzucht, die sie nutzen, um den richtigen Humus herzustellen. Das Ergebnis vom guten Boden und den selbstgezogenen Setzlingen bestaunen wir im Gemüsegarten, der sich terrassenförmig ins Tal erstreckt. Neben verschiedenen Kohlarten, Kartoffeln, Zwiebeln und Maiz, zeigt uns Felicia die hauseigene Kaffeeplantage und ein Spagelfeld. Spagel ist in Costa Rica noch recht unbekannt. Über die Terrassen klettern wir weiter ins Tal und kommen zu steilen Tomatenbeeten. Die verschiedenen Sorten probieren wir gleich vor Ort. So frisch vom Strauch schmecken sie auch hier am besten.

Am späten Nachmittag kommt uns Dominik besuchen. Beim Plaudern und Philosophieren und Christians leckeren Nudeln lassen wir den Abend ausklingen.

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