Ein Tag am Fuße des Vulkans Osorno

Von Puerto Montt machen wir uns auf zum Lago Llanquihue, den wir umrunden wollen. Der zweitgrößten See Chiles führt an zwei Vulkanen vorbei, so dass begründetet Hoffnung besteht, endlich einen Vulkan klar und deutlich vor uns zu sehen. Leider ist es sehr trüb und die ersten Regentropfen lassen nicht lange auf sich warten. Wir kommen an idyllischen Bergwiesen vorbei, die sehr an den Schwarzwald erinnern. Verwunderlich ist es nicht, da die ersten Siedler am See deutsche Einwanderer waren. Das hinterlässt Spuren. 😉

In einem kleinen Café am Hang mit Blick auf den See wärmen wir uns am Ofen mit einem Kaffee auf. Ab und zu schaut ein Lama durch die großen Fensterscheiben. Der Regen wird stärker und die Berge verschwinden vollends in den Wolken. Wir entschließen uns, dass wir, wenn wir schon keinen Vulkan sehen, auf einen rauffahren. Eine schmale Straße führt über etwa zehn Kilometer in engen Serpentinen den Vulkan Osorno hinauf. Oben angekommen, bietet sich uns eine unwirtliche, schwarze Vulkanlandschaft. Es ist windig und nass, und da wir in den letzten Monaten von der Sonne verwöhnt wurden, kriecht die Kälte schnell durch unsere Klamotten. Nichtsdestotrotz ist es toll, auf dem kalten Magma zu spazieren. Nicht nur wir mögen das Wetter hier oben nicht sonderlich. Auch unsere Kamera verträgt die Mischung aus hoher Luftfeuchtigkeit und Wind nicht. Die Software spinnt und sie ist kaum noch zu händeln. Wir lassen sie erstmal ruhen und hoffen, dass sie einfach nur wieder trocknen muss.

Auf dem weiteren Weg sehen wir viele deutsch anmutende Häuschen, die zum Teil auch deutsche Namen tragen. Als wir an einem Stand anhalten, um Brot zu kaufen, kommen wir mit der Verkäuferin ins Plaudern und malen am Ende das Schild für den Streuselkuchen. Das Wetter ist mittlerweile wieder schön. Wir machen am Strand ein kleines Picknick. Am späten Abend kommen wir zurück zu unserer Gastgeberin Paola, stoßen auf den Valentinstag an und fallen müde ins Bett.

 

 

 

 

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