Ein Nachmittag am Meeeeer

Da wir unsere hübsche Casa in der Altstadt von Trinidad nur für einen Tag buchen konnten, müssen wir heute leider umziehen. Maria aus Cienfuegos hatte uns einen Tipp gegeben und dort fahren Frank und ich jetzt mit dem Gepäck hin. Währenddessen gehen die Mädels spazieren und warten auf uns in der Casa de la Musica. Wie immer dauert es eine Weile, bis wir unsere Casa beziehen können. Der Hausherr ist gerade unterwegs und als er nach einer Stunde wiederkommt, wechseln wir in ein anderes Haus. Die versprochene Wohnung, die wir übrigens gestern kurz besichtigt haben, ist schon wieder belegt. Aber die Schwester unseres Vermieters hat Zimmer für uns. Den Preis handeln wir noch auf 30 CUC herunter.

Ein wenig geschafft vom Umzugsstress spazieren wir zu Betty und Netty. Die beiden sitzen mit einem Mojito auf der Treppe und schlagen vor, dass wir doch zum Strand fahren können. Vorher brauchen wir aber noch eine Casa in Varadero. In einer Touristeninfo hilft man uns. Nach einer Stunde ist es dann soweit. Eine neue Wohnung ist organisiert und für morgen eine Fahrt mit dem traditionellen Zug in die Zuckerrohrfelder von Kuba. Mit dem Taxi fahren wir an den Strand La Boca, der uns ebenfalls von unseren Fahrradfreunden empfohlen wurde. Doch leider stellt sich der Strand als sehr steinig und nicht wirklich schön heraus. Ich gehe ins Meer, aber als ich nach gefühlten 100 Metern immer noch kein Wasser um meine Knie spüre, trete ich den Rückzug an. Ein kurzes Bier später organisiert uns Beate einen Ausflug mit einem umgebauten Motorrad, auf dem bis zu sechs Personen Platz finden. Eventuell findet sich ja doch noch ein schöneres Plätzchen. Zu uns gesellt sich ein sächsisch, jetzt aber schwäbisches Pärchen. Gemeinsam fahren wir in dem lustigen Gefährt los und es stellt sich eine Art Herrentagesausflug mit Frauen ein.
Wir schaffen es bis zum Playa Ancón, der von den einheimischen bevorzugt wird. Leider macht das Baden hier auch keine Freude und so verbringen wir unsere Zeit mit den zwei „Neuen“ lieber an der Strandbar.

Langsam geht´s zurück. Heute Abend wollen wir zu sechst in die Disco Ayala – Las Cuevas, einer angesagten Höhlendisco in den Bergen von Trinidad. An den Treppen der Casa de la Musica treffen wir uns abends wieder. In der Dunkelheit der Stadt gehen wir auf steinigen Wegen den Berg hoch zur Disco. Hätte uns unser Navi den Weg nicht genau angezeigt, ich glaube, wir wären umgekehrt. Als wir ankommen, eröffnet sich uns ein einzigartiger Blick in eine große Höhle. Die Musik ist schon recht laut, aber am Rand findet sich noch ein lauschiges Plätzchen. Wir trinken mal wieder leckeren Mojito, tanzen und quatschen. Gegen Mitternacht erleben wir noch ein spezielles Dancebattle.

Spät in der Nacht treten wir den Heimweg an, nicht ohne am Hamburguesa-Stand einen der leckersten Hamburger auf Kuba zu essen.

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