Ein ferner Blick auf den ersten Vulkan – nun mit Bildern ;)

Gestern Abend sind wir bei Cristian und seiner Familie in Valdivia angekommen. Bei ein paar Bier und einem leckeren Abendessen tauschten wir uns über Chile, Deutschland und die kleinen und großen Abenteuer des Reisens aus. Cristians Mutter kommt aus Freiburg und er hat einige Jahre in Deutschland gelebt. Wir sind immer wieder erstaunt, wie viele deutschsprachige Leute wir hier treffen. Auch Cristian erzählte uns von der seismisch aktiven Gegend. So erlangte Valdivia traurige Bekanntheit, als es 1960 vom stärksten, je gemessenem Erdbeben heimgesucht wurde.

Der erste Punkt auf unserer to-do-Liste war der Parque Oncol. Und so zogen wir los, um durch den Regenwald in den Küstenkordilleren zu wandern. Auf dem Weg dorthin gabelten wir Miguell beim Trampen auf. Der aufgeschlossene Chilene reist ebenfalls durchs Land und hatte sich heute zum Wandern aufgemacht. Spontan beschließt er, uns zu begleiten. So fuhren wir an der Küste entlang, über Schotterrpisten steile Berge hinauf, bis wir die dichte Nebeldecke hinter uns lassen. Nach einigen Foto-Stopps starten wir unsere Erkundungstour. Durch dichten Wald gings immer höher bis wir schließlich über alle Baumwipfel schauen konnten und am Horizont den ersten Vulkan mit schneebedeckter Kuppe sahen. Über dem Meer lag immernoch der dichte Nebel. Wir sind total begeistert. Miguell ist ein unterhaltsamer Begleiter. Alles was er über die Region weiß, erzählt er uns, gibt uns viele Weiterreisetipps und was er nicht weiß, erfragt er bei den anderen Touristen im Park.

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