Durch den wilden Westen

Von Moab brechen wir in Richtung Süden auf. Unser Ziel ist Monument Valley. Da der Weg dorthin beachtliche Mehrkilometer bedeutet, entscheiden wir uns noch an der Wegbiegung dorthin, auf die Monolithen zu verzichten und unseren Weg gen Westen fortzusetzen. Unser erstes Ziel ist das Natural Bridges National Monument. Im Gegensatz zu den Steinbögen, die wir in den vergangenen Tagen gesehen haben, wurden die Felsbrücken nicht durch Erosion geformt. Die Brücken wurden durch Springfluten im sonst unscheinbaren Bach in den Sandstein geschliffen. Nacheinander schauen wir uns alle Brücken an. Sie sind in verschiedenen Entwicklungsstadien. Die jüngste Brücke, Kachina Bridge, ist besonders massiv mit einem recht kleinen Bogen. Die Sipapu Bridge ist die größte Brücke und im fortgeschrittenen Stadium. Owachomo Bridge ist die älteste und damit schmalste Steinbrücke. Frost und Feuchtigkeit haben ihr bereits so sehr zugesetzt, dass sie einen Riss in ihrem schmalen Bogen hat. Irgendwann stürzt der Bogen ein und wir sehen, selbst die Kunstwerke aus Stein sind nicht für die Ewigkeit gemacht.

Die nächsten 230 Kilometer fahren wir durch gewaltige Felsmassive, durch die der Colorado tiefe Canyon geschnitten hat. Wir kommen an dem erschreckend ausgetrockneten Lake Powell vorbei und genießen einen fantastischen Panoramablick vom Westufer des Colorados. Am späten Nachmittag erreichen wir den Nationalpark Capitol Reef.

Schreibe einen Kommentar