Der Regen verfolgt uns in die Wüste

Der Regen verfolgt uns nun schon seit Tagen und das Wandern im Regen macht uns keinen Spaß mehr. Unser Reiseführer berichtet von der trockensten Gegend in British Colombia, einem kleinen Wüstenzipfel Nahe der us-amerikanischen Grenze. Im Wüstenort Osoyoos sollte das Wetter doch regenfrei sein.

Im Norden der Stadt befindet sich das Desert Center, einem städtischen Naturprojekt, dessen Aufgabe es ist, die letzte kleine Region Wüstenlandschaft ursprünglich zu belassen. Ringsum befinden sich ansonsten viele Weinanbaugebiete. Ein Guide begleitet uns durch den Park. Wir erfahren von den verschiedenen Pflanzen, dem Lebensraum von Vögeln und Wüstenmaus, dass auf Grund der schwindenden Wüstenlandschaft der Dachs wegbleibt und ohne Dachsloch die Eule nicht brüten kann. Wir sehen einen Wüstenhasen, der gar nicht so einfach zu entdecken war, da sein Fell im gleichen Ton wie der Wüstensand ist. In einem Mauseloch hat sich eine giftige Spinne eingenistet, die sich aber nicht zeigen will. Der anderthalb Stunden Rundgang hat sich sehr gelohnt, obwohl es auch in der Wüste seit langem mal wieder geregnet hat. Der Regen verfolgt uns bis in die Wüste, welch ein Glück.

Also fahren wir weiter nach Keremos. Vorbei an Kirschplantagen, die dicke rote Kirschen im Baum haben. Wir können nicht widerstehen und probieren ein paar und kaufen am nächsten Obststand gleich mal ein kleines Körbchen ein. In Keremos kehren wir in einer alten Wassermühle ein, um etwas zu essen. Leider will Grist Mill & Gardens gerade schließen. Wir bekommen aber noch einen Kaffee und können so noch ein wenig das schöne Gelände genießen.

In Hedley werden wir dann fündig. In The Hitching Post gibt es richtige Hausmannskost. Teller mit großen Koteletts und Schnitzeln erfreuen unseren Magen und unser Herz. Ganz in der Nähe finden wir einen schönen Campingplatz, wo wir freundlich aufgenommen werden.

Schreibe einen Kommentar