Der frühe Vogel macht mal wieder das Rennen

Um 6.21 Uhr stehen wir vor der Kubanischen Botschaft. Wenn es nur per Schlangestehen gelingt, will ich wenigstens Erste sein. Als die Botschaft um zehn vor neun öffnete, reihen sich bereits etwa dreizig Leute vor dem Tor. Dann geht alles ganz schnell. Wir brauchen weder Flugtickets noch die gewissenhaft ausgefüllten Einreiseanträge. Auch die mühsam zusammengeschriebenen spanischen Sätze kommen nicht zum Einsatz. Die einzige Nachfrage gilt den 30 US $ Bearbeitungsgebühr. Und dass wir die dabei haben, ist reines Glück. Erleichtert halten wir unsere Visa noch vor neun Uhr in den Händen.

Jetzt gibt’s erstmal Frühstück. Die Bleibe bei Cristina haben wir schon im Morgengrauen mit Sack und Pack verlassen. An Frühstücken war dort wegen der Küchenregel sowieso nicht zu denken. Anschließend schlendern wir durch den Park und freuen uns mal mit mehr, mal mit wenigen Worten über unsere Visa.

Mit so viel Aufwind steht uns der Sinn schon wieder nach Bergsteigen und so fahren wir zum Cerro Santa Lucia. Hier wurde Santiago gegründet. Heute kann man entlang der Berghänge in einem schönen Park spazieren und auf dem Gipfel wartet das Castillo Hidalgo, die Überreste der spanischen Befestigungsanlage.

Am frühen Abend machen wir uns auf zu Patricia, unserer neuen Gastgeberin. Ihre Freundin empfängt uns, da sie leider ins Krankenhaus gekommen ist. In der Wohnung sind wir jetzt zwar allein, aber schnell haben wir viele nette Nachbarn um uns herum, die uns mit der Gas-Therme helfen, uns den nächsten Supermarkt zeigen und den ein oder anderen Reisetipp parat haben.

 

Schreibe einen Kommentar