Das Viñalestal mit dem Bus erkundet

Unser vorgezogener Abschied erfreut sichtlich unsere Vermieterinnen. Sie herzen und drücken uns, bevor wir den Weg zu unserer neuen Unterkunft antreten. Diese befindet sich im Zentrum von Viñales, ganz in der Nähe des zentralen Platzes und der Hauptstraße. Wir liefern unser Gepäck ab erkunden anschließend mit einem städtischen Hop-on-Hop-off Bus die Gegend. Diese Idee haben heute einige andere Touristen und so ist der Bus „randvoll“. Im Stehen genießen wir nur mühevoll die Aussicht und steigen am nächsten Mirador aus. Hier wollen wir den Ausblick auf das Viñales-Tal in Ruhe auf uns wirken lassen. Die Rechnung haben wir ohne die vielen Menschen mit Fotoapparaten, Tanz- und Gesangsgruppen sowie Maler, die für ein kleines Entgelt ein Porträt anfertigen, gemacht. Wir schießen ein paar Bilder und finden ein wenig abseits ein kleines Restaurant mit tollem Ausblick, kühlen Drinks und Ruhe.

Mit dem nächsten Bus geht es weiter. Eigentlich wollten wir die prähistorischen Felsmalereien anschauen, doch schon aus der Ferne haben wir den Eindruck, dass die haushohen und farbenfrohen Malereien zu bunt, für prähistorisch, sind. Also bleiben wir im Bus sitzen und nehmen Kurs auf die Cuevas Indios. Da Beate müde in die Casa fährt, gehe ich allein weiter. Es ist erstaunlich ruhig vor dem Eingang und so betrete ich ganz alleine die größte der Höhlen im Viñales-Tal. Es ist angenehm kühl, die Wände sehr hoch und das Farbspiel der Beleuchtung beeindruckend. Ich komme zu einem Punkt, an dem ich offensichtlich nur krabbelnd weiterkomme. Kurz überlege ich, ob ich zurückgehe. Da mir aber inzwischen Touristen gefolgt sind, schnalle ich meinen Rucksack ab und krabbele los. Auf der anderen Seite des Tunnels erwartet mich eine lange Menschenschlange, deren Sinn mir nicht gleich klar ist. Ahh, sie warten auf das Boot, das nur maximal 10 Personen über die Wasserstraße an das Ende der Höhle bringt. Die Zeit vergeht beim Plaudern mit der bunt gemischten Reisegruppe schnell. Auf dem Boot versuchen wir gemeinsam die Worte des Guides im Hall der Höhle zu erahnen.
Draußen angekommen, vertreibe ich mir die Zeit bis zur Abfahrt des Busses mit dem Schreiben von Postkarten. Zurück in der Stadt macht mich Beate am zentralen Platz ausfindig. Beim gemeinsamen Mojito in der Bar des hilfsbereiten Kubaners lassen wir den Tag ausklingen.

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