Das letzte Ziel unserer Argentinienreise: Córdoba

Bei strahlendem Sonnenschein machen wir uns auf nach Córdoba. Ausgeschlafen und gut erholt, sehen wir den knapp 600 Kilometern gelassen entgegen. Das erste Drittel läuft auch super bis uns ein Reifen platzt. Unser Mietwagen fährt mit einigen special effects auf: der betagte Chevrolet, der schon den ein oder anderen größeren Zusammenstoß hinter sich haben muss, schüttelt sich ab 80 km/h ganz lustig und die Beifahrertür ist so verzogen, dass mittelgroße Eisbröckchen bei geschlossener Tür ins Auto fallen. Aber mal von vorn: Bei etwa 38 Grad war Reifenwechseln auf der Autobahn angesagt – nicht nur bei den landestypischen Fahrgewohnheiten ein riskantes Unterfangen. Das Ersatzrad machte zwar auch keinen besonders beruhigenden Eindruck aber wir haben ja keine andere Wahl. Nachdem wir das zweite Mal an einer Tankstelle den Reifendruck checken und alles unverändert ist, entspannen wir uns etwas. Mittlerweile ist es stürmisch geworden. Dunkle Wolken stehen am Himmel und ein Hagelsturm bricht über uns herein. Wie es so große Eisbrocken bei den Temperaturen auf die Erde schaffen, bleibt mir, obwohl ich es ja eigentlich wissen sollte, ein Rätsel. Die Sicht reicht nicht mal bis zum Ende der Motorhaube und um die Frontscheibe sorgen wir uns auch. Also suchen wir Unterschlupf unter den Bäumen am Wegesrand und verhindern somit, dass ich unter den Hagelkugeln auf dem Beifahrersitz begraben werde. 😉

In Córdoba empfängt uns Laura. Zusammen mit einer Freundin und ihren zwei Töchtern essen wir und fallen nach ein paar gemeinsamen Gläsern Sekt müde ins Bett. Bevor wir uns am nächsten Tag Cordoba anschauen, kümmern wir uns erstmal um einen neuen Ersatzreifen. In der Werkstatt wird klar, dass auch der zweite Vorderreifen in einem so desolaten Zustand ist, dass wir den neuen Reifen gleich draufschrauben. Nun geht es aber ab in die Stadt.

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