beeindruckende Wassermassen in Cataratas do Iguaçu

Auf der Fahrt nach Paraguay haben wir ein nettes Paar aus Frankreich kennengelernt, die uns von den Wasserfällen berichtet haben. Sie gaben uns den Tipp, zuerst die brasilianische Seite der Fälle zu besuchen. Sie bietet einen hervorragenden Blick. Heute ist es soweit, unser großer Traum von den Wasserfällen in Iguaçu wird endlich wahr. Dem Ratschlag folgend, fahren wir zuerst nach Brasilien. Mit dem kleinen Grenzverkehr kennen wir uns ja mittlerweile gut aus. Wir nehmen den Linienbus von der argentinischen Seite und fahren früh los. Am Grenzübergang auf der argentinischen Seite erhalten wir wie üblich den Ausreisestempel. Jedoch wissen wir nicht genau, wie es auf der brasilianischen Seite abläuft. Sicherheitshalber steigen wir aus dem Bus. Vom Grenzbeamten erfahren wir, dass wir für einen Tag keinen Stempel bräuchten. Dies beschert uns einen langen Aufenthalt in der Hitze des Grenzübergangs. Nach langem Warten entscheiden wir uns dann doch für ein Taxi.

Am Parque Nacional do Iguaçu angekommen, nehmen wir den ersten Bus Richtung Wasserfälle. Danach nähern wir uns zu Fuß langsam dem Naturschauspiel. Die Geräusche der tosenden Wasserfälle begleiten uns die gesamte Zeit. Auf dem Weg zu den verschiedenen Aussichtspunkten laufen uns die wilden Tiere des Waldes direkt über den Weg. Zuerst ist da ein südamerikanischer Nasenbär auf dem Geländer, dann eine Vogelspinne am Wegesrand und im Dickicht bewegt sich schlangenartig eine Eidechse entlang. Ebenso kreuzen farbenprächtige Schmetterlinge unseren Spaziergang zur eigentlichen Attraktion.

Schon der erste Blick auf die Wasserfälle ist berauschend. In einem Rundumblick sehen wir viele kleinere und größere Wasserfälle. Dazwischen immer wieder dichtbewachsene, grüne Inseln. So habe ich mir immer den Urwald vorgestellt. Nach einigen Selfiplattformen und ungefähr anderthalb Kilometer später, erreichen wir den Steg, der direkt in den Wasserfall hineinführt. Auch wenn wir keine Wechselsachen dabei haben, die tosenden Wassermassen wollen wir direkt spüren, ohne häßliches Regencape. Und es hat sich gelohnt. Ich habe zum ersten Mal von einem Naturschauspiel Gänsehaut bekommen. Die enormen Wassermassen, die Größe der Wasserfälle, die Lautstärke und der Blick auf das satte Grün des Waldes haben es geschafft – ich bin sehr ergriffen. Von diesem Erlebnis gerührt, treten wir die Heimreise an und freuen uns schon auf den morgigen Tag auf der argentinischen Seite von Iguazú.

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