Auf ins Castillo

Heute beginnen wir unseren Tag mit einem Sandwich. Das Frühstück in den letzten Wochen war zwar gut aber bis auf das Arrangement der Ananasstücken auf dem Teller gab es wenig Abwechslung. Es scheint vorgeschrieben zu sein, wie ein Frühstück in einer Casa particular auszusehen hat. Dem Obstteller mit Ananas, Papaya, und manchmal Banane und Guave folgt ein Teller mit ein bis zwei Scheiben Kochschinken und etwas Käse. Dazu gibt es Weißbrot, ein bisschen Butter und ein Ei. Manchmal konnten wir zwischen Koch- und Bratei oder sogar Omelett wählen. Der Kaffee ist nach den ganzen Instant-Variationen in Argentinien und Chile wieder richtig gut, die Milch dafür etwas eigen. Sie schmeckt salzig und ich habe den Eindruck, man schmeckt das Futter der Kühe raus. Kurzum, ich trinken meinen Kaffee mittlerweile schwarz. 😉

Nachdem wir uns gestärkt haben, geht´s auf zum Castillo de los Tres Reyes del Morro und dem Leuchtturm. Die Spanier bauten die Verteidigungsanlagen im 18. Jahrhundert, um Havanna und besonders seinen Hafen vor Überfällen zu schützen. Später wurde es auch als Gefängnis genutzt. Seit 1989 stehen die Festungsanlagen Besuchern aus aller Welt als Museum offen. Das Castillo befindet sich auf der Nordseite der Hafeneinfahrt, die durch einen Tunnel mit der Innenstadt verbunden ist. Da der Tunnel nur für Autos uns Busse geöffnet ist, fahren wir mit dem Taxi rüber. Die Sonne brennt wieder unerbittlich. Wir wandern an der Steilküste entlang und schauen ein paar Jungs beim Klippenspringen zu. Weiter geht´s an großen Kanonen vorbei. Auf den Festungsmauern bieten fleißige Händler kauffreudigen Touristen vielerlei Rumstehchen an. Durch einen schmalen Tunnel kommen wir in die Festung zum Eingang des Museums. Für einen kleinen Aufpreis begleitet uns sogar ein Guide. Sie führt uns durch alle Winkel der Anlage und erzählt uns viel Wissenswertes. Neben der kleinen Kirchen besuchen wir die Columbus-Ausstellung und ein kleines Leuchtturm-Museum. Vom Dach des Castillo haben wir einen tollen Blick auf Havannas Altstadt und Vedado. An der Kaimauer lassen wir am Abend den Tag Revue passieren und schauen dem Farbenspiel der untergehenden Sonne zu.

Schreibe einen Kommentar