Auf dem Weg nach Buenos Aires

Unser letzter Tag in Südafrika beginnt früh. Obwohl wir nah am Flughafen wohnen, holt uns die Aufregung schon vorm Weckerklingeln aus den Träumen. Im Taschepacken sind wir ja mittlerweile routiniert und auch die Rückgabe des Leihwagens verläuft reibungslos. Mit etwas Verspätung hebt unser Flieger ab. In Sao Paulo werden wir schon am Check in erwartet. Ausgebufft wie wir sind, haben wir den Flug mit Rückflug gebucht, da das deutlich preisgünstiger war. Die Dame am Schalter bedauerte uns auch, dass wir ja kaum Zeit in Argentinien haben werden. In Buenos Aires angekommen, verfolgte uns unsere doch harmlos gemeinte Trickserei weiter. Gedankenlos haben wir den Rückflug auf den folgenden Tag gelegt. Das hatte zur Folge, dass wir am Flughafen in Buenos Aires wieder von einer Dame erwartet wurden, die uns für den nächsten Tag gleich wieder einchecken wollte und uns bei Gepäck und Zoll helfen wollte. Für Kurzaufenthalte gibt es wohl Sonderregelungen. Es war an der Zeit, das Ganze aufzuklären. Zum Glück war es kein Problem, das typischen Touristenvisum von 90 Tagen zu bekommen. Erleichtert ging es dann mit einer Bus-Taxi-Kombination zu unserer Unterkunft.

In unserer neuen Bleibe angekommen, trifft mich der Schlag. Eine kurz angebundene Mieterin empfängt uns wieder in einer „WG“. Diesmal bewohnen wir ein Durchgangszimmer ohne Fenster, dafü Tür an Tür zum Tangotanzsaal. Abgerundet wird der Eindruck durch eine ramponierte Küche und einem abgerockten Badezimmer. Gut, dass wir uns hier gleich für vier Wochen eingemietet haben. 😉

Noch vor sechs Uhr in der Früh laufen meine Gedanken auf Hochtouren, wie dieses Dilemma zu beheben ist. Nach einigem Hin- und Her schlafen wir über dem Gedanken- und Gefühlschoas wieder ein. Gegen Mittag sieht die Welt schon anders aus. Wir haben uns auf den Weg gemacht, unsere Komfortzone zu verlassen und jetzt ist es das erste Mal so weit. Also durchatmen. Nach dem ersten Plausch mit unserem Vermieter Germán und der ersten Erkundungstour in der City hat sich alles wieder entspannt.

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