Andere Länder, ähnliche Ruinen

Bevor es heute nach Iguazú geht, machen wir einen Trip zu den „Ruinas Jesuìticas“ in Paraguay. Dazu müssen wir früh raus, da die Tour schon am Morgen startet. Bevor der Wecker klingelt, werde ich wach. Ein kurzer Blick auf die Uhr verrät, es ist schon 10 nach fünf, also spring ich unter die Dusche. Als ich aus dem Bad kam, fragt mich Christian ungläubig, was ich da mache. Freudig antworte ich, es ist gleich halb sechs und wenn er schon wach ist, kann er doch auch schon duschen gehen. Er macht mich drauf aufmerksam, dass es bei uns erst halb zwei ist und ich auf die deutsche Zeit geguckt hatte.
Vier Stunden später das gleiche Spiel von vorn. Unsere Sachen sind schnell gepackt und mit etwas Verspätung machen wir uns auf den Weg. Die Autofahrt ist mit einem französischen Paar und dem brasilianischen Guide mit deutschen Wurzeln sehr kurzweilig. Mit einer kleinen Autofähre setzen wir über den Rio Paraná vom argentinischen Copus nach Bella Vista in Paraguay. Dort besuchten wir zwei Jesuitendörfer, das nie vollendete „Jesús de Tavarangue“ und das „Santísima Trinidad del Paraná“. Es ist heute unglaublich heiß, was auch an unserem Timing liegt. In den Mittagsstunden spazieren wir durch die unbeschatteten Ruinen. Sie sind sehr mächtig und die Geschichte über die Gründung und die spätere Vertreibung der Ordensbrüder ist spannend. Doch so beeindruckend wie die Ruinen in San Ignacio am Vortag finden wir diese beiden Ordensüberreste nicht. Im Anschluss geht es zum typisch paraguayischen Mittagessen.

Am späten Nachmittag sind wir zurück in San Ignacio. Nun liegen noch etwa 350 km Fahrt nach Puerto Iguazú vor uns. Die Fahrt durch die dichten Wälder und über die Hügel der Provinz Misiones geht gut voran, auch wenn wir uns an den waghalsigen Fahrstil der Argentinier noch nicht gewöhnt haben.

Schreibe einen Kommentar