Allein unter Schafen

In den letzten beiden Tagen waren wir auf einer Schaffarm in der Kalahari. Wieder mal sind wir erstaunt über die große Gastfreundschaft. Da wir mit unserem kleinen Auto nicht weiterkamen, erhielten wir ein 4by4 (Jeep). Die einzige Erklärung des Farmers Chris: „Christian – folge mir“. Auf ging die Fahrt durch den Wüstensand zu unserem großzügigen Zelt.

Die Frau bekommt die Küche erklärt, der Mann den Donkey. Der Donkey ist einer Art Badeofen. Ohne anderthalbstündiges Anheizen gibt es kein warmes Wasser. Und es gab zwei Donkeys – einen für die Küche und einen für das Bad.

Unsere Gastgeberin war auch gleich so lieb und ließ uns eigenes Lammfleisch zum Grillen da. Also haben wir gleich unseren eigenen Braai gemacht. Am Vorabend haben wir gesehen wie es funktioniert: Kleines Holz abbrennen und die Glut zum Grillen nutzen. Mit müden Augen in dunkler Nacht und tausend Sternen, konnten wir gerade noch ein Stück von dem leckeren Fleisch probieren, bevor wir wiedermal müde ins Bett gefallen sind.

Am nächsten Tag haben wir unser Frühstück vom Farmhaus abgeholt. Rein in den 4by4, mit etwas Glück den richtigen Weg zurück und Frühstück abgeholt. Trotz kurzzeitigem Verfahren, genossen wir unser Frühstück mit Blick auf die Weiden. Dann zeigte uns Gerd (Cherd auf Afrikaans) die Farm und erzählte uns alles über die Farm und die Schafe. Am Abend saßen wir beim Braai alle zusammen und erzählten Geschichten über das Farmleben in Namibia und dem Stadtleben in Berlin.

Ach ja, unsere erste Autopanne haben wir auch gut überstanden. Zum Glück bemerkten wir den geplatzten Reifen direkt vor einer Autowerkstatt. Nach 10 Minuten hatten wir einen neuen Reifen, etwas weniger Geld, waren aber glücklich über unser Timing.

 

Schreibe einen Kommentar